Steigende Rente für teilerwerbstätige IV-Rentner ab 2018

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Achtung: Sie könnten eventuell neu eine IV-Rente beanspruchen

Alle, die bisher einen IV-Grad von unter 40 Prozent hatten und keine Rente bekommen, müssen sich nun anmelden, um den Invaliditätsgrad neu berechnen zu lassen. Sie könnten eventuell neu eine Rente beanspruchen. JETZT bei der zuständigen IV-Stellen melden!

IV-Rentnerinnen und IV-Rentner, die Teilzeit arbeiten, sollten jetzt darauf achten, ob sie tatsächlich per 1. Januar 2018 eine höhere Rente bekommen. Ihr Invaliditätsgrad müsste nämlich neu berechnet worden sein und in vielen Fällen höher ausfallen. Manche Personen sollten sogar neu Anspruch auf eine Rente haben, müssen sich aber bei der IV-Stelle melden.

Was ist geschehen?

Bei der Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Personen wird die gesundheitliche Einschränkung im Beruf und im Haushalt separat ermittelt. Dabei wurde bisher die berufliche Teilzeitarbeit überproportional berücksichtigt. Das führte in der Regel zu tieferen Invaliditätsgraden und damit zu tieferen Renten.

Betroffen waren diejenigen, die ein geringeres Arbeitspensum haben. Vornehmlich traf es Frauen, die nach der Geburt von Kindern ihr Arbeitspensum reduziert hatten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Berechnungsmethode deshalb als diskriminierend bezeichnet. Im Dezember 2017 hat der Bundesrat nun die betreffende Verordnung angepasst und das Berechnungsmodell verändert.

Neuberechnung

Neu werden nun die gesundheitlichen Einschränkungen in der Erwerbstätigkeit und jene in der Haus- oder Familienarbeit gleich stark gewichtet. 16'200 Personen beziehen eine Rente, die mit der neuen Berechnungsmethode steigen könnte, womit Mehrkosten in Höhe von 35 Millionen Franken pro Jahr verbunden sein sollen.

Muss ich etwas tun?

Alle, die bisher schon eine viertel, halbe oder dreiviertel Rente bezogen haben, können sich zurücklehnen und die nächste Überweisung abwarten. Die Ämter prüfen nämlich von Amtes wegen die bereits laufenden Renten und passen sie nach der neuen Methode an. Betroffene sollten vielleicht einen Blick auf die Mitteilung werden und nachvollziehen, ob die Berechnung richtig erfolgte.

Anders ist es bei denjenigen, die bisher gar keine Rente bezogen haben, weil der Invaliditätsgrad nach der bisherigen gemischten Berechnungsmethode zu niedrig war (<40 Prozent), um überhaupt IV-Rente beziehen zu können. In diesen Fällen erfolgt keine Prüfung von Amtes wegen. Diese Personen müssen selber aktiv werden und sich erneut bei der IV anmelden. Sie sollten sich möglichst rasch bei der zuständigen IV-Stelle melden. Immerhin rechne man mit bis zu 1000 Personen, bei denen die 40-Prozentstufe nun überschritten werde.

Es kann sich also lohnen, wenn betroffene Personen jetzt aktiv werden. Eine allfällige (Erhöhung der) Rente wird ab dem 1. Januar 2018 gewährt.
i.l.team, 01/2017, hs

Original-Beitrag von Blick-News: Mehr Rente für teilerwerbstätige IV-Rentner ab 2018

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